Opferhilfe Thüringen - Startseite

Aktuelles

29.08.2013

Gleichstellungsbeauftragte Arenhövel ermutigt bei drohender häuslicher Gewalt zu schnellem Handeln

Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

Die Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann, Johanna Arenhövel, hat angesichts des Familiendramas von Suhl über das Thüringer Beratungs- und Hilfenetz bei drohender häuslicher Gewalt informiert und Betroffene zu frühzeitigen Schritten ermutigt.

Die Gleichstellungsbeauftragte sagte: „Mit großer Betroffenheit müssen wir erleben, dass zwei kleine Kinder – vermutlich durch den Streit ihrer Eltern –zu Tode gekommen sind. Ich weise deshalb mit Nachdruck auf das in Thüringen professionell aufgestellte, sehr gut erreichbare Hilfenetz hin. 15 Frauenhäuser und vier Interventionsstellen stehen den Betroffenen zur Verfügung. Egal, ob es schon zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen ist oder wenn schwerwiegende Konflikte in der Beziehung ahnen lassen, dass es möglicherweise zu solchen Handlungen kommen könnte – nutzen Sie das umfängliche Beratungsangebot. Gerade im Interesse der Kinder ist es wichtig, schnell zu reagieren.“

Die Adressen und Telefonnummern der Frauenhäuser und Interventionsstellen in Thüringen sind unter www.thueringen.de/de/gb zu finden. Johanna Arenhövel verwies auch auf das bundesweit rund um die Uhr geschaltete Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. „Dort steht jederzeit, barrierefrei, in unterschiedlichen Sprachen und anonym Hilfe in schwierigen Situationen zur Verfügung. Dort erhalten Sie Informationen zum Opferschutz und zur Strafverfolgung sowie Kontakt zu den Unterstützungseinrichtungen in ihrer Nähe, z. B. zu Interventionsstellen und Frauenhäusern sowie auch zu Beratungsstellen, die sich auf die Situation von Kindern spezialisiert haben, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Nutzen Sie die kostenfreie Hotline unter 08000 116 016.


Die Gleichstellungsbeauftragte appellierte auch an Nachbarn, Freunde oder Verwandte von Betroffenen. „Wenn Sie Streit bemerken, können sie sich vertrauensvoll an die verschiedenen Beratungseinrichtungen wenden. Mit dem Problem ‚häusliche Gewalt‘ muss noch viel offener umgegangen werden, damit solche tragischen Fälle nicht passieren. Kinder sind die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Sie brauchen intakte Familien und unser aller Aufmerksamkeit“, sagte Johanna Arenhövel abschließend.

Hintergrund:
Seit Anfang Juni 2013 wird die Prävention von häuslicher Gewalt durch die Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann wahrgenommen.